Die Hand ist ein einsamer Jäger
Was ist eigentlich noch „männlich“ oder „weiblich“? Wer entscheidet, wie ein Körper auszusehen, sich zu bewegen oder zu verhalten hat? Und was haben Britney Spears und DMX damit zu tun?
Die Performance bringt Katja Brunners wütend-ironisches Theaterstück „Die Hand ist ein einsamer Jäger“ mit Paul B. Preciados „Testo Junkie“ zusammen und macht die Bühne zum Spielfeld für Geschlechterrollen, Körperbilder und Zuschreibungen.
Die Performerin wechselt Haltung, Stimme, Gang und Auftreten, probiert Rollen an und überzieht sie genüsslich. Hohe Schuhe, breitbeiniger Gang, Schlankheitsdruck, Potenz, Stärke, Verfügbarkeit: Vieles von dem, was wir für selbstverständlich oder „natürlich“ halten, entpuppt sich plötzlich als ziemlich einstudiert.
Dabei bleibt es nicht beim Spaß an Klischees. Die Performance zeigt auch, wie eng Rollenbilder mit Druck, Grenzüberschreitungen und Gewalt verbunden sein können.
Trash, Pop, Theorie und Theater treffen aufeinander – frech, körperlich und mit viel Lust an der Übertreibung. Am Ende steht die Frage: Wie viel freier könnten wir sein, wenn wir aufhören würden, Körper ständig in „männlich“ und „weiblich“ einzusortieren?
Ein Abend über Geschlecht, Selbstermächtigung und die Freiheit, sich nicht festlegen zu lassen.
Regie: Kim Ehinger Mit: Johanna Franke
Fotos & Videos
Mit Freundlicher Unterstützung voom Netzwerk polylux e.V.

